Die Nacht war sogar noch kürzer als gedacht. Schon um 6 Uhr wachte ich heute Morgen das erste Mal auf und schaute auf die Uhr – naja noch ein Stündchen mehr tut nicht weh, oder? Letztendlich war es kurz nach acht als ich aufstand und mir mein Frühstück machte. So ging es also für meine Verhältnisse ziemlich früh los zurück aufs Festland. Tagesziel: Oskarshamn. Wieder eine Hafenstadt, diesmal etwas näher an den Schären gelegen. Und natürlich wieder weiter Richtung Norden. Von Oskarshamn führen einige Fährenverbindungen in verschiedene Richtungen: Gotland, Öland und zur „Blauen Jungfrau“. Diese Felsinsel hatte ich eigentlich erhofft zu sehen, aber der Stadtkern von Oskarshamn ist zu weit ins Land zurückgezogen und somit war der Blick vom Hafen aus nicht wirklich weitläufig Richtung Meer.

Das Parken gestaltete sich dafür jedoch diesmal etwas leichter. Kein stundenlanges Gesuche. Also verbrachte ich einen guten Teil des Vormittags und der Mittagszeit in Oskarshamn, doch wie schon gestern war es dann irgendwann genug und ich fuhr noch etwas weiter. Ziel unklar. Die einzige Bedingung war eine Bleibe für die Nacht zu finden. Diesmal jedoch einen Campingplatz um wieder etwas ruhiger schlafen zu können. Und so endete ich meine Fahrt für heute in Blankaholm auf einem Naturcampingplatz. Eigentlich hätte ich bei dem Preis anderswo zwei oder drei Tage stehen können (40€ für eine Nacht…), aber heute musste es wieder ein Campingplatz sein. Naja, das Beste draus gemacht und einen wunderschönen Stellplatz mit Blick auf den See genommen. Nach etwas engem Einparken war also die Schlafstelle erreicht. Alles schön und gut – bis auf diese bescheuerten Nachbarn und ihre laute Schlagermusik. AARGH! Nachher erstmal etwas AC/DC zum Abklingen hören…

Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen heute mal typisch schwedisch zu kochen. Kötbullar in Gräddsas. Sehr lecker. Und viel zu schnell aufgegessen… Den Abend werde ich heute ganz bequem draußen mit Seeblickausklingen lassen.

Viele Grüße und bis bald

Sören